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PRINZ-EUGEN-PARK WA3 OST

München

Auf einem ehemaligen Kasernenareal wird für die Postbaugenossenschaft München und Oberbayern eG ein markantes Ensemble mit 88 Wohneinheiten geschaffen. Eine besondere Qualität des Entwurfs stellen die vielfältigen Gemeinschaftsflächen dar. Die Gebäude werden ganz bewusst teilweise in Holz, teilweise in Ziegel errichtet. So sollen hier langfristig Vergleichserfahrungen gesammelt werden können.

 

Bauherr: Postbaugenossenschaft München und Oberbayern eG
Nutzung: Wohnen, genossenschaftlich, 88 WE
Themen: Wettbewerb 1.Preis, Vergleichender Neubau sowohl in Holz- als auch Massivbauweise, geförderter Wohnungsbau, außergewöhnliche Gemeinschaftsflächen, Urban Gardening
Status: Fertiggestellt
Zusammenarbeit mit: HinnenthalSchaar LandschaftsArchitekten
Fotos: Fritz Bielmeier / N-V-O Architekten

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Der Entwurf verfolgt das Ziel, ein kraftvolles und elegantes Gebäudeensemble zu entwickeln, dass eine gemeinsame Identität schafft:

 

An zentraler Stelle des Prinz-Eugen-Parks erhebt sich ein siebenstöckiger Baukörper als Kopfbau und Adresse. Er geht in einen fünfstöckigen langgestreckten „Rumpf“ über. Beide Bauteile sind in Ziegelbauweise errichtet. Lange Balkone und Loggien binden die beiden Baukörper zu einer Skulptur zusammen und bieten großzügige Außenräume. Auf dem langen Dach des niedrigeren Bauteils befinden sich gemeinschaftliche Freibereiche mit Urban-Gardening sowie in Ergänzung dazu Orangerien, Waschräume und eine Gemeinschaftsküche. Sie laden zum gemeinsamen Pflanzen und Ernten, zum Feiern aber auch zu informellen Gesprächen im Alltag ein.

 

Um 90 Grad gedreht folgt ein weiterer dreigeschossiger Baukörper. Dieser in Holzbauweise. Er führt das Vokabular der langen Balkone fort und webt die Skulptur weiter. Passend zur Bauweise wird auch die Fassade zur Holzverschalung variiert. Durch die zeitgleiche Erstellung am gleichen Ort gewinnt die Genossenschaft wichtige Vergleichserfahrungen bei Bau, Betrieb und Bewohnerbewertung. Diese Erfahrungen können bei zukünftigen Bauvorhaben eingesetzt werden.

 

Beide Gebäude rahmen den Hof. Im Hof selbst erhebt sich als zentrierendes Element ein runder zweistöckiger Pavillon in Holzbauweise. Er ist dem ganzen Quartier frei zugänglich und stellt den geselligen Treffpunkt dar. Hier sind kleine Märkte, Grillfeiern, Workshops, Tanznachmittage, Fußballübertragungen oder Theateraufführungen gut vorstellbar.

 

Die klaren Geometrien und langen Linien der Baukörper finden durch die intensive Bepflanzung des Innenhofs und seine organisch geformte Ausgestaltung einen angenehmen Kontrast.

 

Die Vielzahl der unterschiedlichen Räume sorgt für eine feine Abstufung der Privatheiten. Durch das reiche Angebot an Gemeinschaftsflächen ist die beste Voraussetzung für ein Zusammenwachsen der Hausgemeinschaft geboten. Wir sind gespannt wie es sich entwickelt.

 

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